Vorhaltepauschale
Die Vorhaltepauschale ist eine Regelung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie soll sichtbar machen, welche hausärztlichen Leistungen in einer Praxis tatsächlich erbracht werden und damit die Breite der hausärztlichen Grundversorgung abbilden. Für unsere Arbeit ist diese Regelung kein handlungsleitendes Instrument. Die im Zusammenhang mit der Vorhaltepauschale benannten Leistungen gehören für uns seit vielen Jahren selbstverständlich zur hausärztlichen Versorgung.
Unser ärztliches Handeln ändert sich durch die Vorhaltepauschale nicht. Neu ist nicht, was wir tun, sondern dass Strukturen transparenter machen, welche Leistungen Praxen im Versorgungsalltag tatsächlich erbringen. Transparenz beschreibt Versorgungsrealität. Sie ersetzt keine ärztliche Entscheidung und kein ärztliches Gespräch, macht Strukturen aber nachvollziehbar.
Die Vorhaltepauschale arbeitet mit definierten Kriterien, um sichtbar zu machen, wie breit hausärztliche Versorgung in einer Praxis tatsächlich gelebt wird. Diese Kriterien sind keine Vorgaben für einzelne medizinische Entscheidungen. Sie bilden ab, welche Leistungen im Praxisalltag regelmäßig erbracht werden.
Haus- und Pflegeheimbesuche gehören seit mehreren Jahrzehnten zu unserer strukturierten Versorgung. Ziel ist eine kontinuierliche Begleitung mit dem Anspruch, unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Die Besuche erfolgen regelmäßig und sind in feste Abläufe eingebettet. Seit fast 20 Jahren ist dabei auch eine entlastende Versorgungsassistentin eingebunden. Bereits während der Corona-Pandemie wurden ergänzend Videosprechstunden eingesetzt, teilweise auch als primärer Kontakt. Diese Initiative wurde 2020 vor Ort auch durch das Landesgesundheitsministerium gewürdigt.
Geriatrische und palliativmedizinische Versorgung – die Versorgung älterer und schwer erkrankter Menschen ist ein zentraler Bestandteil unserer hausärztlichen Arbeit. Die geriatrische Grundversorgung wird durch entsprechende Zusatzqualifikationen getragen. Patientinnen und Patienten werden individuell begleitet, bei Bedarf auch über lange Zeiträume bis zum Lebensende.
Die Kooperation mit Pflegeeinrichtungen besteht seit vielen Jahren und wurde bereits vor Einführung formaler Kooperationsmodelle gelebt. Mit Beginn der offiziellen Modelle wurden diese Strukturen weiter gefestigt. Zuvor gab es bereits gemeinsame Projekte mit Pflegeeinrichtungen und Krankenkassen. Ziel ist eine abgestimmte Versorgung mit klaren Kommunikationswegen.
Schutzimpfungen sind seit Jahrzehnten Bestandteil der präventiven Versorgung. Patientinnen und Patienten werden regelmäßig informiert und individuell beraten. Darüber hinaus besteht umfangreiche Erfahrung in der Organisation und Durchführung größerer Impfstrukturen, unter anderem durch die Leitung des Impfzentrums im Kreis Olpe. Prävention verstehen wir als kontinuierlichen Prozess.
Kleinchirurgische Leistungen, Wundversorgung und postoperative Betreuung werden seit vielen Jahren strukturiert angeboten. Grundlage ist die fachärztliche Qualifikation von Stefan Spieren als Facharzt für Allgemeinchirurgie. Ergänzend besteht eine etablierte Wundsprechstunde zur kontinuierlichen Nachbetreuung.
Die Ultraschalldiagnostik wird durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen durchgeführt, einschließlich internistischer Expertise, insbesondere im Bereich der Schilddrüse. Die Untersuchungen dienen der hausärztlichen Einordnung. Bei weiterem Abklärungsbedarf erfolgt eine gezielte Weiterleitung.
Zur hausärztlichen Basisdiagnostik gehören strukturierte Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßige Verlaufskontrollen, unter anderem Langzeit-Blutdruck-Messungen, EKG-Untersuchungen, Langzeit-EKG-Messungen sowie Lungenfunktionsprüfungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage in der Betreuung chronischer Erkrankungen.
Die Videosprechstunde ist seit 2017 fest in den Praxisalltag integriert und wird täglich genutzt. Sie erfolgt strukturiert und indikationsbezogen. Durch die langjährige Anwendung besteht eine sehr breite Erfahrung. Die Videosprechstunde ist ein fester Bestandteil unserer hausärztlichen Versorgung und wird dort eingesetzt, wo sie medizinisch sinnvoll ist.
Hausärztliche Versorgung ist Team- und Zusammenarbeit. Es besteht ein breites Netzwerk zu Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen, klassisch und telemedizinisch. Der fachliche Austausch erfolgt kontinuierlich. Seit vielen Jahren nehmen wir regelmäßig an Fortbildungen teil und organisieren zudem eigene Fortbildungsveranstaltungen für Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Stefan Spieren hält regelmäßig Vorträge zu Themen der Allgemeinmedizin und ist aktiv in die ärztliche Weiterbildung eingebunden. Die Praxis ist Lehrarztpraxis der Universitäten Düsseldorf, Göttingen, Köln sowie Witten/Herdecke und beteiligt sich an der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.
Sprechstunden / Praxisöffnungszeiten – eine verlässliche zeitliche Erreichbarkeit besteht in der Praxis seit Jahrzehnten. Sprechstunden werden seit vielen Jahren bereits vor 8 Uhr angeboten und ergänzend auch außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten ermöglicht. Die Zeiten werden kontinuierlich an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasst.
Diese Vorhaltepauschale ändert für uns nichts an Ihrer Versorgung. Sie macht lediglich sichtbar, was im hausärztlichen Alltag seit vielen Jahren geleistet wird.


